Unsere Ziele: Finanzen

Von Beginn unserer Tätigkeit im Gemeinderat der Stadt Östringen an, also seit Ende der achtziger Jahre, sind wir für eine Begrenzung der Schulden bzw. den Schuldenabbau eingetreten.

In den achtziger und neunziger Jahren haben die Verantwortlichen im damaligen Gemeinderat, natürlich immer mit ihrer absoluten Mehrheit an Stimmen, die Investitionen ungebremst in die Höhe geschraubt, ohne die damals schon sinkenden Einnahmen im Auge zu haben.

Die Infrastruktur wurde immer weiter ausgebaut, denn man wollte ja beim Wähler gut dastehen und Erfolge vorweisen. So wurden in unserer Stadt Einrichtungen geschaffen und sie durften auch ungebremst wachsen, so dass es uns in den Folgejahren nahezu unmöglich war, Schulden zurückzuführen, da immer wieder neue Kredite aufgenommen werden mussten.

Unsere Verschuldung liegt auch heute noch, obwohl sie seit einigen Jahren zwar geringfügig aber doch stetig zurückgeht, deutlich über dem Landesdurchschnitt. Die Fraktion der Unabhängigen Liste hat die Haushaltskonsolidierung vor etwa zehn Jahren und deren zum Teil schmerzhafte Einschnitte in kulturellen, musischen und auch sportlichen Bereichen, mitbeschlossen, damit die zukünftigen Generationen ebenfalls finanzielle Freiräume zur Gestaltung ihrer Stadt haben und eben nicht mehr große Teile des Budgets in die Schuldentilgung fließen.

Die Schwerpunkte an Investitionen haben sich unserer Meinung nach verschoben. Es wird in den nächsten Jahren weniger in Neubauten im Stadtgebiet investiert werden, als vielmehr in Inhalte und Programme in der Kleinkind- und Kinderbetreuung, an den Schulen und in den sozialen Bereichen unseres schulischen aber auch öffentlichen Lebens. Dies bedeutet, dass die Personalkosten ein immer größerer Posten im Haushalt werden.

Mittelfristig ist zu prüfen, ob wir es schaffen, Einrichtungen, die wir in allen vier Stadtteilen vorhalten, durch Zusammenlegen effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Natürlich würde dies für den einen oder anderen Bürger auch mit Nachteilen bzw. mit mehr Aufwand verbunden sein, die Angebote und Dienstleistungen unserer Stadt wahrzunehmen. Einsparungen bei der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat sollen hier nicht ausgenommen bleiben.

Durch die Neuansiedlung von Großbetrieben in der Kernstadt, die in den kommenden Jahren unser Steueraufkommen deutlich verbessern werden, sollten uns dazu den nötigen finanziellen Spielraum lassen. Von Prestigeobjekten, wie wir sie in der Vergangenheit auch immer wieder hatten, haben wir uns vor Jahren schon verabschiedet.

Insgesamt sehen wir die finanzielle Situation der Stadt in geordneten Bahnen und werden, wie bisher auch, immer darauf achten, dass Investitionen und Schuldendienst in einem geregelten Verhältnis zueinander stehen.

Ziele im Bereich Naturschutz

Der Kraichgau ist eine Landschaft, die durch eine vielfältige Natur geprägt ist. Die Laubwälder, Hohlwege, Bäche, Hecken, Raine und blühende Wiesen stellen Lebensräume dar, in denen sich viele Tier- und Pflanzenarten angesiedelt haben,

Doch diese Vielfalt ist bedroht. Jeder, der sich mit offenen Augen und etwas biologischer Kenntnis in unserer Natur umschaut, erkennt, dass die Verluste zunehmen.

Die Zahl der Vögel geht zurück, an Wegrändern und Bachböschungen wachsen eher Brennnesseln als blühende Kräuter. Das hat Auswirkungen auf die Insektenwelt – der ökologische Kreislauf in der Natur leidet.

Was kann die Stadt Östringen tun, um diese Situation zu verbessern?

Unsere Vorschläge:

 -Bessere Pflege unserer Bäche: Abschnittsweise die Bachböschungen mähen, Bäume und Sträucher schneiden.

 -Hecken sind geschützte Biotope. Ständiges Zurückschneiden und Mulchen der Randbereiche schädigt diese Bereiche.

 -Die natürlichen Strukturen an den Waldrändern erhalten und fördern. Vor allem an südorientierten, sonnigen Bereichen - bspw. im Schonwaldbereich am Kreuzberg in Tiefenbach.

 -Kräuterreiche Böschungen durch Abtragen des Mähgutes erhalten.

 -Fortsetzung des Wiesenpflegeprogrammes.

 -Mehr Altholzbestände in unseren Wäldern schaffen – als Lebensraum für Käfer, Vögel und Fledermäuse.

 -Regelmäßiges Schneiden der Obstbäume auf städtischen Bereichen – entlang von Wegen und im Bereich von Ausgleichsmaßnahmen.

 Uns ist bewusst, dass diese Vorschläge zusätzlich Geld kosten und Arbeitskräfte erfordern. Wir setzen uns dafür ein, diese Mittel im städtischen Haushalt bereit zu stellen.

Unsere Ziele: Schule, Jugend

Wir unterstützen und fordern den zügigen Ausbau der offenen Jugendarbeit im Rahmen des städtischen Konzepts der Stadtjugendpflege.

-Wir plädieren für eine zentrale Anlaufstelle zur Anmeldung der Kinder für alle Östringer Kindergärten.

-Es ist uns wichtig, dass in Östringen Schulen für alle Niveaustufen bestehen bleiben. Deshalb treten wir entschieden ein für die Belange aller städtischen Grundschulen, der      Werkrealschule Odenheim, der Thomas-Morus-Realschule und des Leibniz-Gymnasiums, das auch Pilotschule für G9 ist.

-Am Östringer Schulzentrum in der Kernstadt werden ca. 2000 Schüler täglich unterrichtet. Für diese gibt es bislang keine zufriedenstellende Mittagessensmöglichkeit,wie z.B.eine  Mensa. Die Betreiberin des aktuell bestehenden Essenswagens auf dem Pausenhof achtet bei der Zubereitung ihrer Gerichte und Snacks auf ausgewogene und vitaminreiche Zutaten. Ihr Einsatz verdient unsere Unterstützung, damit ein bedarfsgerechter Ausbau der Koch- und Essensmöglichkeiten zügig voranschreitet.